Kryptonewsletter Januar 2026
Werbemitteilung | Der Kryptomarkt hat im Dezember 2025 ein ereignisreiches Jahr abgeschlossen. Nach einer Phase zyklischer Rücksetzer stabilisieren sich wichtige makroökonomische Rahmenbedingungen, und regulatorische Meilensteine sowie Infrastrukturprojekte stärken das institutionelle Fundament. Neben Bitcoin und Stablecoins rücken zunehmend tokenisierte Vermögenswerte und dedizierte Kapitalmarktnetzwerke in den Fokus. Dieser Kommentar beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen.

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Tharimmune & Canton Coin: Neue Ära institutioneller Blockchains
Anfang Dezember gab das an der US-Börse notierte Biotech-Unternehmen Tharimmune bekannt, ein Digital Asset Treasury (DAT) in Höhe von $540 Mio. aufzulegen – gebunden an Canton Coin, den nativen Token des Canton Networks. Mit Investoren wie DRW Holdings, ARK Invest, Tradeweb und Kraken ist dies der erste große institutionelle Treasury-Fonds, der sich gezielt auf ein blockchainbasiertes Kapitalmarktnetzwerk konzentriert.
Das Canton Network wurde von Digital Asset – einem 2014 von Citadel- und DRW-Veteranen gegründeten Unternehmen – als „Network of Networks“ entwickelt. Im Zentrum steht das Ziel, institutionellen Marktteilnehmern die Vorteile der Blockchain – etwa Echtzeitabwicklung, Interoperabilität und programmierbare Vermögenswerte – zu ermöglichen, ohne die Vertraulichkeit und regulatorische Integrationsfähigkeit aufzugeben. Der Schlüssel ist die sogenannte Global Synchronizer-Schicht, die es ermöglicht, dass unabhängig voneinander geführte Hauptbücher synchronisierte, atomare Transaktionen durchführen können – auch über unterschiedliche Institutionen hinweg.
Das Canton-Netzwerk ist bereits mit zentralen Marktinfrastrukturen wie DTCC, custodian services, Clearinghäusern und Prime Brokern integriert. Damit unterscheidet es sich wesentlich von bisherigen Blockchain-Plattformen, die oft auf vollständige Disintermediation setzen. Durch diese Kompatibilität und regulatorische Anschlussfähigkeit wurde Canton zur bevorzugten Plattform für tokenisierte Kapitalmarktprodukte.
Die Partnerschaft mit Nasdaq zielt auf die direkte Einbindung der Blockchain-Technologie in klassische Börsenprozesse ab. Im Jahr 2025 wurde der erste On-Chain-Reposhandel mit US-Staatsanleihen über Tradeweb und DTCC abgeschlossen – ein Meilenstein für den Übergang traditioneller Märkte auf blockchainbasierte Settlement- und Abwicklungssysteme.
Tharimmune will mit seinem DAT-Modell auch anderen börsennotierten Unternehmen den Weg weisen, Krypto-Treasuries über regulierte, institutionelle Netzwerke abzubilden. Dies könnte eine neue Assetklasse für Kapitalmarktteilnehmer schaffen und Canton als strategischen Layer im modernen Finanzsystem verankern.
Bitcoin im Makro-Umfeld: Der Vierjahreszyklus verliert seine Dominanz
Seit dem ersten Bitcoin-Halving im Jahr 2012 wurde der Markt stark von diesem zyklischen Ereignis geprägt. Alle vier Jahre halbiert sich die Blocksubvention, was Angebotsschocks erzeugte und Kursrallyes auslöste. Doch im Jahr 2025 zeigt sich: Der klassische Bitcoin-Zyklus verliert an Relevanz.
Obwohl das Halving im April 2024 die jährliche Emissionsrate auf unter 1 % gesenkt hat – damit liegt sie sogar unter der von Gold – blieb die erwartete Kursrallye aus. Stattdessen etabliert sich Bitcoin zunehmend als Makro-Hedge-Asset, vergleichbar mit Gold oder Staatsanleihen. Ursache ist vor allem die makroökonomische Lage: hohe strukturelle Defizite, sinkende Realzinsen trotz hartnäckiger Inflation, geopolitische Spannungen und anhaltender Druck auf Staatsanleihemärkte haben 2025 die Attraktivität knapper, souveränitätsfreier Vermögenswerte erhöht.
Gold verzeichnete im Jahresverlauf einen Zuwachs von 55 % mit Nettozuflüssen über $50 Mrd. – Bitcoin folgte mit über $20 Mrd. Kapitalzuflüssen, obwohl der Kurs zwischenzeitlich auf $86.000 zurückfiel. Das BTC-Gold-Verhältnis ist auf das Niveau vom Jahresanfang zurückgekehrt, was auf eine Phase der Neuausrichtung hindeutet. Gleichzeitig absorbieren ETFs, Unternehmen und Staatsfonds inzwischen ein Vielfaches der jährlich geminten Coins. Die Rückgänge sind flacher, die Erholungen schneller, die Volatilität sinkt.
Insgesamt deutet sich ein Übergang an: von spekulativem Asset zu strukturell eingebettetem Makro-Baustein. Vor allem die Überschneidung mit KI-getriebenen Kapitalmarktthemen und wachsender politischer Unterstützung für digitale Assets machen Bitcoin zum Teil institutioneller Portfoliostrategien.
Krypto-ETPs: Globales Wachstum und regulatorische Öffnung
Der Markt für Krypto-ETPs (börsengehandelte Produkte) hat im Dezember 2025 einen neuen Meilenstein erreicht: über $2.400 Mrd. an verwaltetem Vermögen (AuM) weltweit. Möglich wurde dieser Anstieg durch regulatorische Öffnungen, neue Zulassungsverfahren und die institutionelle Integration in Renten- und Vorsorgeprodukte.
In den USA hat die SEC generische Listingstandards eingeführt, die den Zulassungsprozess für Krypto-ETFs standardisieren. Über 120 Anträge waren bis Ende 2025 eingereicht – darunter Produkte auf Solana, XRP oder Dogecoin. Parallel dazu hat die Aufnahme in 401(k)-Pläne und die Öffnung für Beraternetzwerke großer Banken wie Morgan Stanley zu einem Zustrom von Privatanlegern geführt. Aktuell halten Nicht-Institutionelle rund 73 % der ETF-Anteile; dieser Anteil könnte sich mit wachsendem institutionellem Interesse weiter verschieben.
Auch global öffnet sich der Markt. Großbritannien hob das Verbot für Privatkunden auf, der luxemburgische Staatsfonds investierte 1 % seines Portfolios in BTC-ETFs. Länder wie Pakistan und Tschechien prüfen nationale Reserveprogramme auf Basis von Krypto-ETPs. Lateinamerika und Asien sehen erste regulatorische Rahmen für ETF-Produkte, was die Liquidität und Akzeptanz weiter erhöht.
Sollte Bitcoin mittelfristig eine Marktkapitalisierung von $5–6 Billionen erreichen, könnten bereits 10–15 % Allokation über ETPs ein AUM von über $400 Mrd. bedeuten – ein Niveau, das Krypto-Produkte endgültig im institutionellen Asset-Allokationsprozess verankern würde.
Stablecoins: Infrastruktur des globalen Zahlungsverkehrs
Die Marktkapitalisierung von Stablecoins hat im Dezember 2025 die Marke von $300 Mrd. überschritten – eine Verzehnfachung binnen fünf Jahren. Für Ende 2026 wird ein Marktvolumen von über $1 Bio. erwartet. Dieser Boom wird durch regulatorische Fortschritte, breitere Unternehmensakzeptanz und neue technologische Lösungen getragen.
In den USA wurde mit dem Genius Act ein bundeseinheitlicher regulatorischer Rahmen geschaffen. In Europa hat MiCA eine Welle an Euro-Stablecoins ausgelöst – unter anderem durch ein Bankenkonsortium mit ING und UniCredit. Die Implementierung dieser Regelwerke hat dazu geführt, dass Institutionen zunehmend auf Stablecoins setzen, etwa für Abwicklung, Cash Management oder Treasury-Zwecke.
Besonders dynamisch entwickelt sich der Markt in Schwellenländern. In Brasilien machten Stablecoins bereits 90 % aller Krypto-Zuflüsse aus. In Japan ist der erste regulatorisch genehmigte Stablecoin JPYC bereits in Unternehmensnetzwerke integriert.
Globale Zahlungsdienstleister forcieren die Integration: Visa wickelt USDC-Transaktionen inzwischen auch über Avalanche und Stellar ab. Mastercard testet Stablecoin-Zahlungen mit Paxos und Circle, während Stripe nach kurzer Pause erneut USDC-Auszahlungen anbietet. Western Union bereitet den Launch eines eigenen Stablecoins auf Solana vor. Parallel entstehen ertragsgenerierende Stablecoins wie USDY, USDe oder USDai, die Renditen aus DeFi oder tokenisierten RWAs generieren. Diese könnten bis 2026 ein Marktvolumen von über $50 Mrd. erreichen.
Stablecoins entwickeln sich so zunehmend von Trading-Instrumenten zu globaler Zahlungsinfrastruktur – eingebettet zwischen TradFi und DeFi, genutzt für Löhne, Handel und Liquiditätsmanagement.
Tokenisierung realer Vermögenswerte: Auf dem Weg zur halben Billion
Ein weiterer zentraler Trend, der 2025 an Dynamik gewonnen hat, ist die Tokenisierung realer Vermögenswerte (Real World Assets, RWAs). Was vor wenigen Jahren noch experimentellen Charakter hatte, entwickelt sich nun zu einem etablierten Anwendungsfall der Blockchain-Technologie. Bereits 2025 beläuft sich der geschätzte Marktwert tokenisierter RWAs auf rund $35 Mrd., doch Prognosen für 2026 sehen ein Wachstum auf über $500 Mrd. voraus – ein mehr als 14-facher Anstieg in nur zwölf Monaten.
Getrieben wird dieses Wachstum durch mehrere Faktoren: erstens durch institutionelle Akzeptanz und regulatorische Fortschritte, zweitens durch renditesuchendes Kapital auf der Suche nach liquiden Alternativen zu illiquiden Assets wie Private Credit, und drittens durch den Start leistungsfähiger Netzwerke wie Canton, das laut aktuellen Schätzungen bereits in naher Zukunft mehr als $400 Mrd. an tokenisierten Vermögenswerten integrieren könnte. Der für Anfang 2026 erwartete Clarity Act wird dabei als entscheidender Katalysator gesehen: Er soll Banken und Vermögensverwaltern erstmals explizit die Genehmigung erteilen, tokenisierte Instrumente auf öffentlichen Blockchains auszugeben und zu verwahren. Damit würde ein rechtlicher Rahmen geschaffen, der Milliarden an Kapital freisetzen und die Verlagerung traditioneller Bilanzen „on-chain“ ermöglichen könnte.
Das Kernversprechen der Tokenisierung liegt in Effizienz, Zugang und Programmierbarkeit. Tokenisierte Assets lassen sich sofort übertragen, global handeln, in DeFi-Protokolle integrieren und als Sicherheiten mobilisieren. Besonders im Bereich Private Credit ist dies bereits sichtbar: Plattformen wie Maple Finance, USD.AI oder Neutral Finance verbinden institutionelle Kreditnachfrage mit On-Chain-Liquidität. Der 2025 veröffentlichte Sicherheitenrahmen der US-CFTC schafft zusätzlich regulatorische Klarheit für On-Chain-Kreditmärkte, wodurch eine neue Assetklasse entsteht. Experten erwarten, dass tokenisierte Kreditfonds bis Ende 2026 über $50 Mrd. Assets under Management erreichen, mit mehreren Vaults im Milliardenbereich und Investment-Grade-Ratings von Moody’s oder S&P.
Die nächste Wachstumswelle betrifft tokenisierte Aktien, insbesondere Pre-IPO-Unternehmen. Derzeit beläuft sich das Marktvolumen auf rund $700 Mio., doch Plattformen wie xStocks oder Projekte rund um OpenAI und SpaceX zeigen bereits, dass sich private Firmenanteile fraktionieren und rund um die Uhr auf der Blockchain handeln lassen. Bis Ende 2026 wird der erste vollständig tokenisierte Börsengang auf einer öffentlichen Blockchain erwartet, mit einem erwarteten sekundären Handelsvolumen von über $1 Mrd.
Die Tokenisierung könnte damit nicht nur Effizienzgewinne, sondern auch breiteren Zugang zu bisher schwer handelbaren Vermögenswerten ermöglichen – und das sowohl für institutionelle als auch für private Anleger. Für professionelle Portfolios bietet dieser Trend eine neue Möglichkeit zur Diversifikation, Renditesteigerung und Strukturierung, eingebettet in die Flexibilität und Transparenz der Blockchain-Infrastruktur.
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