Kryptonewsletter September 2025
Werbemitteilung | Dieser monatliche Rückblick beleuchtet die wichtigsten kryptobezogenen Entwicklungen des September 2025. Die bedeutendsten Themen waren unter anderem die Pläne europäischer Banken für einen eigenen Euro-Stablecoin als Antwort auf Tether, die milliardenschwere Bewertung der Kryptobörse Kraken und ihre IPO-Pläne, makroökonomische Rückenwinde für Bitcoin nach geldpolitischen Weichenstellungen, globale Fortschritte bei der Krypto-Regulierung, neue Meilensteine in der Tokenisierung realer Vermögenswerte sowie das Vordringen traditioneller Banken in den Krypto-Handel. Im Folgenden sind diese Entwicklungen thematisch gegliedert aufbereitet.

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Bankenallianz plant Euro-Stablecoin als USDT-Alternative
Neun europäische Großbanken – darunter DekaBank, ING und UniCredit – arbeiten gemeinsam an einem Euro-Stablecoin. Das Bankenkonsortium will bis Ende 2026 einen regulierten, bankengetragenen Stablecoin emittieren, um Europas wirtschaftliche Souveränität im Krypto-Zeitalter zu untermauern. Dieses digitale Zahlungsmittel soll ausdrücklich eine europäische Alternative zu den dominierenden US-Stablecoins (wie USDT und USDC) bieten und so zu Europas strategischer Autonomie im Zahlungsverkehr beitragen. Der geplante Euro-Stablecoin soll MiCA-konform ausgestaltet werden und wird als E-Euro-Token mit bankseitiger Absicherung konzipiert. Technologisch verspricht man sich Vorteile wie nahezu sofortige, kostengünstige Transfers, 24/7-Verfügbarkeit für grenzüberschreitende Zahlungen sowie programmierbare Zahlungsvorgänge. Die Initiative knüpft an erste Vorreiter an – so hat etwa die Deutsche-Bank-Tochter AllUnity mit „EURAU“ bereits einen ersten regulierten Euro-Stablecoin in Deutschland gestartet. Das breite Bankenbündnis soll nun mit noch größerer Marktmacht nachziehen, um einen einheitlichen europäischen Stablecoin-Standard zu etablieren, der von der Bankenbranche getragen und vertrauenswürdig ist.
Kraken: Milliardenbewertung und geplanter Börsengang
Die US-Kryptobörse Kraken – bereits 2011 von Jesse Powell gegründet – hat in ihrer jüngsten Finanzierungsrunde 500 Mio. US-Dollar eingesammelt und erreicht damit eine Bewertung von rund 15 Mrd. US-Dollar. Investoren wie Tribe Capital und Co-CEO Arjun Sethi beteiligten sich, einen federführenden Lead-Investor nannte Kraken jedoch bewusst nicht. Im Zuge dieser Kapitalspritze kündigte Kraken an, im Jahr 2026 an die Börse gehen zu wollen. Damit peilt nach Coinbase eine weitere große Krypto-Handelsplattform den Schritt an den öffentlichen Aktienmarkt an – ein Indiz für die zunehmende Reife und Transparenz der Branche. Kraken will das frische Kapital nutzen, um insbesondere das Angebot an Krypto-Derivaten auszubauen und seine globale Präsenz zu stärken. Bereits zuvor hatte die Börse strategisch expandiert, etwa durch die Übernahme der Futures-Plattform NinjaTrader für 1,5 Mrd. US-Dollar, was Kraken rund 2 Mio. neue Nutzer einbrachte. Auch mit innovativen Produkten wie „xStocks“ – tokenisierten Aktienabbildungen – schlägt Kraken die Brücke zwischen traditioneller Finanzwelt und Krypto-Ökosystem. Die Geschäftszahlen untermauern das Wachstum: 2024 erzielte Kraken etwa 1,5 Mrd. US-Dollar Umsatz – begünstigt durch ein krypto-freundlicheres Regulierungsklima in den USA sowie die neue MiCA-Lizenz in der EU. Die hohe Bewertung und die IPO-Pläne unterstreichen das Vertrauen der Investoren in etablierte Krypto-Börsen und deren langfristiges Potenzial.
Makroökonomischer Schub: Bitcoin über 100.000 € nach Fed-Entscheid
Die globale Geldpolitik beeinflusst weiterhin spürbar die Kryptomärkte. Mitte September hat die US-Notenbank Fed erstmals seit langer Zeit den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte gesenkt – eine Kehrtwende in der Zinspolitik. Prompt reagierten Risiko-Assets positiv: Bitcoin (BTC) legte noch am Tag des Fed-Entscheids um über 1 % zu und überschritt auf der Handelsplattform Coinbase erneut die psychologisch wichtige Marke von 100.000 €. Zuletzt hatte ein BTC Ende August dieses Niveau erreicht. Auf Jahressicht hat sich der Bitcoin-Kurs damit um rund 85 % gesteigert, also fast verdoppelt. Dabei gilt der September historisch als eher schwacher Börsenmonat mit durchschnittlich −2,9 % Rendite. In diesem Jahr hingegen verzeichnet Bitcoin im September ein auffällig starkes Plus von über 8 %. Einige Marktbeobachter interpretieren dies als Vorboten einer möglichen Jahresendrallye. So prophezeite etwa der Analyst Tom Lee jüngst einen „Monster Move“ bei Bitcoin und Ether, da die geldpolitische Wende zu steigender Liquidität führe und saisonale Effekte zusätzliche Unterstützung bieten. Auch der Asset-Manager Bitwise hält an seinem ambitionierten Kursziel von 200.000 US-Dollar pro BTC noch für Ende des Jahres fest. Ungeachtet solcher optimistischen Prognosen zeigt die Entwicklung, dass Bitcoin von vielen Anlegern zunehmend als makroökonomischer Indikator und potentieller Inflationsschutz wahrgenommen wird – ähnlich einem „digitalen Gold“. Lockerere Geldpolitik und anhaltende Inflationssorgen stärken die Erzählung, Bitcoin könne langfristig als werterhaltende Alternative zu Fiat-Währungen dienen.
Tokenisierung: Erste Bitcoin-Anleihe in Deutschland
Die Verzahnung von Blockchain-Technologie und traditioneller Finanzwelt macht 2025 weitere Fortschritte – insbesondere bei der Tokenisierung realer Vermögenswerte. Ein aktuelles Beispiel ist der Hyphe Bitcoin Bond, den das Münchner FinTech Hyphe im September vorgestellt hat. Dabei handelt es sich um die erste vollständig tokenisierte Bitcoin-Anleihe Deutschlands. Diese Nullkupon-Anleihe basiert auf Bitcoin (BTC) als Basiswert und erfüllt sämtliche regulatorischen Vorgaben des deutschen elektronischen Wertpapiergesetzes (eWpG) sowie der europäischen MiFID-II-Richtlinie. Das Produkt richtet sich ausschließlich an professionelle und institutionelle Anleger und wird von der Hyphe Markets GmbH als reguliertem Emittenten ausgegeben, mit Verwahrung durch den Krypto-Dienstleister Cashlink. Dadurch erhalten Investoren einen rechtssicheren, einfachen Zugang zu Bitcoin-Engagements, ohne auf die etablierten Schutzmechanismen eines regulierten Wertpapiers verzichten zu müssen. Die Struktur der Anleihe ist innovativ: Sie wird mit einem dynamischen Abschlag auf den aktuellen Bitcoin-Marktpreis gehandelt und bei Fälligkeit 1:1 in Bitcoin zurückgezahlt. Da es sich um eine Nullkupon-Anleihe ohne laufende Zinszahlungen handelt, ergibt sich die Renditechance primär aus dem Diskont und der Wertentwicklung von Bitcoin. Dieses Konzept soll vor allem risikoaffine Anleger ansprechen, die mit strukturierten Finanzprodukten vertraut sind. Der entscheidende Mehrwert liegt in der Kombination von Krypto-Exposure und klassischen Finanzstandards: Durch die regulatorische Einbettung (inklusive geprüfter Gegenparteien und transparenter Verwahrung) wird das Kontrahentenrisiko minimiert. Branchenexperten werten den Hyphe-Bond als Meilenstein, der zeigt, wie Blockchain als Infrastruktur genutzt werden kann, um traditionelle Anlageklassen effizienter abzubilden. Auch der Hyphe-CEO betont, dass die Tokenisierung in den kommenden Jahren das gesamte Finanzsystem verändern könnte – nach dem Aufstieg von Kryptowährungen und dem aktuellen Fokus auf Stablecoins rücken tokenisierte Wertpapiere als nächstes in den Vordergrund. Langfristig könnte die zunehmende Tokenisierung die Liquidität und Zugänglichkeit in verschiedenen Anlageklassen erhöhen und neue Möglichkeiten für Diversifikation eröffnen.
Traditionelle Banken öffnen sich für Krypto
Ein weiterer Trend im September 2025: Immer mehr etablierte Finanzinstitute integrieren Krypto-Angebote für ihre Kunden. Jüngstes Beispiel ist die spanische Großbank Santander, die über ihre Digitalsparte Openbank nun auch in Deutschland den Handel mit Kryptowährungen anbietet. Privatkunden der Openbank können ab sofort direkt über die bestehende Banking-Plattform Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Polygon und Cardano kaufen, verkaufen und in der Bank-Wallet verwahren. Ein Wechsel zu externen Krypto-Börsen ist nicht mehr nötig – Santander stellt damit sicher, dass die Kunden im gewohnten Bankenumfeld bleiben. Die Gebühren liegen bei 1,49 % pro Trade (mindestens 1 €), während die Verwahrung kostenfrei ist. Santander reiht sich mit diesem Schritt in die Reihe großer Banken ein, die 2025 Krypto-Services lancieren. In Spanien hatte Konkurrent BBVA bereits im Juli ein ähnliches Angebot gestartet. Santander plant, das Krypto-Portfolio in den kommenden Monaten weiter auszubauen und das Angebot auf weitere Länder auszudehnen – als nächstes steht die Einführung in der Heimat Spanien an. Laut Coty de Monteverde, Head of Crypto bei Santander, reagiert das Institut damit auf die steigende Nachfrage eines Teils der Kundschaft und ergänzt seine Produktpalette um digitale Assets – auf einer agilen, benutzerfreundlichen Plattform, gestützt von der Stabilität eines der weltweit führenden Finanzkonzerne. Für vermögende, langfristig orientierte Anleger ist diese Entwicklung bedeutsam: Wenn renommierte Banken wie Santander Krypto direkt ins eigene Angebot aufnehmen, sinken die Hürden für ein Engagement erheblich. Die direkte Einbindung schafft Vertrauen und Convenience, da Anleger Krypto-Assets ähnlich einfach erwerben können wie traditionelle Wertpapiere – innerhalb des regulierten Rahmens ihrer Bank.
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