Marktkommentar September 2026
Werbemitteilung | Im August führten technologieorientierte Aktien die Märkte an und profitierten von robusten Unternehmensgewinnen, anhaltend hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz sowie stabilen US-Konjunkturdaten. Gleichzeitig sorgten steigende Renditen für spürbaren Druck auf langlaufende Staats- und Unternehmensanleihen. Kurzlaufende Anleihen zeigten sich dagegen weitgehend stabil.

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Das Wichtigste in Kürze*:
• Im August führten technologieorientierte Aktien die Märkte an. Sie profitierten von robusten Unternehmensgewinnen, hohen KI-Investitionen und stabilen US-Konjunkturdaten.
• Gleichzeitig sorgten steigende Renditen für deutlichen Druck auf langlaufende Staats- und Unternehmensanleihen, während kurze Laufzeiten weitgehend stabil blieben.
* „Das Wichtigste in Kürze“ wurde von einer künstlichen Intelligenz generiert.
Technologieaktien führen, lange Laufzeiten unter Druck
Im August waren die internationalen Kapitalmärkte geprägt von einer robusten Unternehmensberichtssaison, hohen Investitionen in künstliche Intelligenz und widerstandsfähigen US-Konjunkturdaten. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Quartalszahlen von NVIDIA, die die anhaltend hohe Nachfrage nach Rechenzentrumsinfrastruktur verdeutlichten. Gleichzeitig rückten die restriktiven Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh beim Zentralbanksymposium in Jackson Hole die weiterhin erhöhten Inflationsrisiken und den künftigen geldpolitischen Kurs der Federal Reserve in den Fokus. Die erneuten Kampfhandlungen im Iran-Konflikt hielten zudem geopolitische Risiken und die Entwicklung der Energiepreise präsent. Am Anleihemarkt stand außerdem die Ankündigung des US-Finanzministeriums im Mittelpunkt, die Rückkäufe länger laufender Staatsanleihen ab September auszuweiten.
In Europa entwickelte sich der DAX im August stärker als die breiteren europäischen Vergleichsgrößen. So gewann der deutsche Leitindex 2,5 %, während der Euro STOXX 50 um 1,0 % und der STOXX Europe 600 lediglich um 0,3 % zulegte.
An den US-Börsen lagen die Kursgewinne vor allem bei technologieorientierten Aktien. So stieg der NASDAQ 100 um 4,2 % und der S&P 500 Information Technology sogar um 6,2 %. Der S&P 500 legte um 2,6 % zu und übertraf damit den S&P 500 Equal Weight, der einen Zuwachs von 1,9 % verzeichnete. Kleinere Unternehmen entwickelten sich im Monatsvergleich verhaltener: Der Russell 2000 gewann 0,9 %, der S&P 400 MidCap blieb nahezu unverändert. Auf Jahressicht zeigte sich jedoch ein anderes Bild: Mit einem Plus von 19,1 % lag der Russell 2000 weiterhin vor dem NASDAQ 100 mit 16,7 % und dem S&P 500 mit 12,3 %.
Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich uneinheitlich. Japans Nikkei 225 stieg um 3,0 % und blieb mit einem Jahresgewinn von 31,7 % der stärkste der betrachteten regionalen Aktienmärkte. Der chinesische CSI 300 legte im August um 0,8 % zu, während der Hang Seng in Hongkong 1,2 % verlor. Der Abstand zu Japan blieb insbesondere auf Jahressicht erheblich: Der CSI 300 und der Hang Seng lagen mit -0,1 % bzw. -0,2 % nahezu auf ihren Jahresanfangsniveaus.
Auf europäischer Branchenebene führten Grundstoffe mit einem Monatsgewinn von 5,2 % die Rangliste an, dicht gefolgt von Technologie mit 5,0 %. Kommunikationsdienste gehörten mit einem Plus von 2,7 % ebenfalls zu den stärkeren Bereichen. Das Schlusslicht bildeten Basiskonsumgüter mit einem Verlust von 3,7 %, dicht gefolgt von Versorgern mit -2,2 %.
Bei den europäischen Investmentstilen entwickelten sich kleinere Unternehmen besser als hochkapitalisierte Titel. Small Caps gewannen 2,4 %, Mid Caps 2,1 %, während Large Caps nahezu unverändert blieben. Auch zwischen den Stilen Growth und Value bestand ein deutlicher Unterschied: Während Growth um 1,2 % zulegte, verlor Value 0,6 %. Damit kehrte sich die Rangfolge des bisherigen Jahres im August um, denn seit Jahresbeginn lag Value mit 15,2 % weiterhin deutlich vor Growth mit 9,0 %.
An den Rohstoffmärkten dominierten im August die kräftigen Gewinne bei den Edelmetallen. Silber verteuerte sich im betrachteten Zeitraum um 21,7 % auf 70 US-Dollar je Feinunze, Gold stieg um 13,3 % auf 4.563 US-Dollar. Die Jahresbilanz fiel deutlich verhaltener aus. Gold lag seit Jahresbeginn 4,5 % im Plus, während Silber noch einen Verlust von 2,4 % aufwies. Kupfer gewann im Monatsvergleich 4,1 % auf 14.368 US-Dollar je Tonne. Brent-Rohöl verteuerte sich um 1,4 % auf 89 US-Dollar je Barrel.
An den europäischen Anleihenmärkten zeigte sich eine klare Differenzierung nach Bonität und Laufzeit. Euro-Hochzinsanleihen erzielten mit 0,4 % einen positiven Monatsertrag, Nachranganleihen gaben hingegen geringfügig um 0,1 % nach. Euro-Pfandbriefe verloren 0,2 %. Kurz laufende Pfandbriefe mit Laufzeiten von ein bis drei Jahren entwickelten sich hingegen stabiler und gewannen 0,1 %.
Euro-Unternehmensanleihen verzeichneten insgesamt einen Monatsverlust von 0,2 %. Papiere mit Laufzeiten von ein bis fünf Jahren blieben nahezu unverändert. Unternehmensanleihen außerhalb des Finanzsektors mit Laufzeiten von ein bis drei Jahren legten hingegen um 0,1 % zu. Deutlich schwächer entwickelten sich lange Laufzeiten: Unternehmensanleihen mit mindestens 15 Jahren Restlaufzeit verloren 1,3 % und wiesen damit den stärksten Rückgang unter den betrachteten Unternehmensanleihensegmenten auf.
Auch bei Euro-Staatsanleihen nahm der Kursdruck mit zunehmender Laufzeit zu. Das breite Segment verlor 0,6 %, Staatsanleihen mit Laufzeiten ab fünf Jahren gaben um 1,0 % nach. Bei Laufzeiten ab sieben Jahren belief sich der Monatsverlust auf 1,2 %.
Parallel dazu stiegen die Renditen deutscher und US-amerikanischer Staatsanleihen. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zum Monatsende bei 3,32 %, was einem Anstieg von zwölf Basispunkten gegenüber Ende Juli entspricht. Die Rendite zweijähriger deutscher Staatsanleihen stieg um elf Basispunkte auf 2,93 %. In den USA stieg die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen um drei Basispunkte auf 4,76 %, während die Rendite zweijähriger US-Treasuries nach einem Anstieg um fünf Basispunkte bei 4,34 % lag. Am europäischen Geldmarkt erhöhte sich der Dreimonats-Euribor um elf Basispunkte auf 2,59 %, während die Euro Short-Term Rate mit 2,19 % unverändert blieb.
Am Devisenmarkt wertete der Euro gegenüber dem US-Dollar auf und notierte zum Monatsende bei 1,160 US-Dollar je Euro. Auch Bitcoin und Ether gewannen im August gegenüber dem US-Dollar an Wert. Die Schlussnotierungen lagen bei 78.956,77 US-Dollar für Bitcoin und 2.478,09 US-Dollar für Ether.
Robuste KI-Gewinne treffen auf höhere Renditen
Während der August die anhaltende Stärke technologieorientierter Aktien bestätigte, blieb die Marktbreite insbesondere in den USA hinter den großen Wachstumswerten zurück. Gleichzeitig zeigte sich am Rentenmarkt erneut, wie empfindlich lange Laufzeiten auf steigende Renditen reagieren. Sowohl Staats- als auch Unternehmensanleihen mit langer Duration gerieten deutlich unter Druck, während kurze Laufzeiten weitgehend stabil blieben.
In Europa entwickelten sich zudem Small- und Mid-Caps sowie Growth-Titel stärker als Large Caps und Value. Damit wurde der August vor allem von zwei gegenläufigen Kräften geprägt. Einerseits stand die anhaltende Stärke wachstumsorientierter Aktien im Vordergrund, andererseits der zunehmende Zinsdruck auf längere Anleihelaufzeiten
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